Tierpark Ziege Zaun Foto RamonaKratz2018 {Play}Verein sucht zur Überbrückung dringend einen Tierpfleger
Eigentlich dachten wir Aktiven des Tierparkvereins Geithain, auf einem erfolgreichen Weg zu sein. Die Finanzlage hat sich im Gegensatz zu früheren Jahren durch die Mithilfe vieler Spender und Tierpaten leicht ins Plus bewegt. Dadurch konnte unlängst begonnen werden, eine neue Gehegeumzäunung zu errichten. Auch Heu und Stroh sind dank der Mitarbeit und Bereitschaft vieler in solchen Mengen unter Dach und Fach, dass der Wintervorrat gesichert ist. Ein Dank gilt hier beispielsweise Familie Bauer aus Syhra oder René aus Geithain, der nicht nur Heu, sondern auch seinen Garten als Ponykoppel zur Verfügung stellte.
Doch eine Hiobsbotschaft vom Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises erreichte vor wenigen Tagen den Vorstand des Tierparkvereins und bremste die Euphorie. Denn sie bringt mit sich, dass die Tore des Areals länger für Besucher geschlossen bleiben müssen, als das infolge der Bauarbeiten an den Gehegen eigentlich vorgesehen war. Der Grund: Das Amt bemängelte, dass die sich um die Betreuung der Tiere täglich mühenden Personen – das sind bekanntermaßen nur ehrenamtlich für den Erhalt des Tierparks wirkende Bürger oder Bundesfreiwilligendienstleistende – nicht für alle hier zu sehenden Tierarten eine abgeschlossene staatliche anerkannte oder sonstige Aus- und Weiterbildung haben.
Doch für den Vereinsvorstand stand schnell fest, das Bange machen auch diesmal nicht gelten und alles versucht werden soll, den Tierpark für kleine und große Besucher zu erhalten. Das strebt der Tierparkverein auch diesmal mit allen Kräften an.
So wurde Anfang Juli nicht nur gegen den Bescheid anwaltlicher Widerspruch eingelegt, sondern man entschied sich dafür, dass künftig die Verantwortung in Sachen Sachkundefortbildung nicht mehr auf den Schultern einer Person liegen soll, sondern sich mehrere engagieren, um derartige Nachweise für die verschiedenen Tierarten durch die Teilnahme an Lehrgängen schnellstmöglich vorlegen zu können. „Ich denke, in drei, vier Monaten ist das spätestens geschafft. Drei Vorständler haben sich inzwischen schon für Lehrgänge in nächster Zeit angemeldet“, so Vorstandsmitglied Jasmin Taubert, die sich dafür an erster Stelle engagieren wird, bisher aber nur die geforderten Nachweise für Ponys und Esel vorweisen kann.
Auch Dana Ekin, eine Pferdewirtin, Agrarbetriebswirtin und Pferdephysiotherapeutin war sofort bereit, sich in dieser Hinsicht für den Geithainer Tierpark einzusetzen. Sie verfügt schon jetzt über alle vom Amt geforderten Qualifikationen. Der Haken bei ihr: Sie wohnt in Wildberg und kann so nicht täglich im Tierpark sein, wie vom Amt gefordert. Gerade der letzteren Forderung werde man zukünftig jedoch besser nachkommen können, schätzt der Verein, wenn mehrere Personen in diesem Metier ausgebildet sind.
„Sollte sich zwischenzeitlich aber jemand finden und bereiterklären - zum Beispiel ein ausgebildeter Tierpfleger oder jemand mit entsprechenden Nachweisen -, uns über diese Monate als Überbrückung zu helfen, könnten wir sofort einen Antrag auf Wiedereröffnung stellen. Deshalb wenden wir uns hiermit an die Bürgerschaft, ob es eine solche Person und Bereitschaft gebe.
Das Telefon unter 0152 01048145 oder unsere Mail  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! sind immer aufnahmebereit“, so Vereinsvorsitzender Thomas Muhl.
Zudem hoffen alle Aktiven, trotz all der damit verbundenen Misslichkeiten auf die weitere Unterstützung der Bürger, um auch diese Zeit zu überstehen.
Ihr Tierparkteam