Der Geithainer Heimatverein

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„… dass dieser Stadtteil eine richtige Gemeinde wird…“

Ulrich J. Sommer aus Kanada, der im Oktober 1945 mit seiner Mutter Geithain verlassen musste, schreibt viele Jahrzehnte später in seinen Erinnerungen: „Ich wünsche mir, dass dieser Stadtteil eine richtige Gemeinde wird mit Einwohnern, die sich gute Nachbarn sind. Vielleicht lesen sie diese Geschichten und erinnern sich ohne Vorwurf an die Menschen, die dort einmal von 1919 bis 1945 lebten.“ Es handelt sich um den Geithainer Stadtteil „Sommerhof“ links der Straße von Geithain nach Tautenhain.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Gelände noch durch den Kalk- und Sandabbau geprägt, bewohnt von wenigen Menschen auf zwei kleinen Bauerngütern. 1912 erwarb der Geithainer Stadtverordnete Ferdinand Sommer eins der beiden Güter für seinen Sohn Kurt Sommer und dessen Ehefrau Hildegard. Ferdinand Sommer besaß die „Villa am Bahnhof“, verkaufte diese aber in den 1920er Jahren an den Zahnarzt Dr. Waurick. Später wurde das Haus nach Umbau NVA-Wehrkreiskommando und heute dient es als Polizeistelle Geithains.

Kurt Sommer hatte nach dem 1. Weltkrieg mit dem Grundstück da draußen große Pläne (Gestüt/Reiterhof?). Inflation und später Weltwirtschaftskrise waren Hauptursachen ihres Scheiterns. Die Reste des Kalkabbaues in Form von „Kalköchern“ mit umgebendem Grün nutzten Arbeitslose aus Geithain Ende der 1920er Jahren zum Anlegen einer beachtlichen Badegelegenheit. Das „Wikingbad“, unter Leitung von Alfred Leipscher entstanden, war über lange Zeit bei jungen Geithainern beliebter als die offizielle Geithainer Badeanstalt im Oberfürstenteich. Der 2. Weltkrieg und die unmittelbare Nachkriegszeit – eine Zäsur im Leben aller Menschen – für die Sommers im Besonderen: Henning Sommer zählt 1940 zu den ersten Gefallenen Geithains, Verhaftung des Vaters Kurt im Juli 1945 und dessen späterer Tod in Bautzen, Enteignung des Gutes durch die Bodenreform und   Vertreibung von Mutter Hildegard und zweitem Sohn Ulrich im Oktober 1945. Frau Sommer starb im November 1945. Mit der Auswanderung nach Kanada des einzig Überlebenden endet die Geithainer Zeit der Menschen, „die dort einmal von 1919 bis 1945 lebten.“

Ulrich John Sommer, Ehrenmitglied des Geithainer Heimatvereins e.V., besuchte 1990, nach 45 Jahren erstmalig, seine Heimatstadt. Durch mehrere glückliche Zufälle ergab sich in den Folgejahren eine Entwicklung, welche die zeitgeschichtliche Forschungsarbeit zu Stadt und Schule Geithains sehr bereichert hat. Was im vorliegenden Beitrag nur  angedeutet werden konnte, ist in zahlreichen heimatgeschichtlichen Publikationen ausführlich nachzulesen. Der Sommerhof hat sich, besonders in den letzten 30 Jahren, zu einem Stadtteil Geithains mit zahlreichen neuen Häusern und Straßen entwickelt. Mit den dort schon länger existierenden Wochenendhäusern stellt die Gegend da draußen ein  Gebiet mit ausgezeichneter Wohnqualität dar!     

Beitrag für September 2022

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