Dr.Senf EhrenmitgliedschaftB.Richter2021 {Play}30 Jahre in und für unsere Stadt
Am 09. Oktober 2021 feierte der Geithainer Heimatverein e.V. mit einem öffentlichen Festkonzert für Orgel, Trompete und Violine in der gut gefüllten Nikolaikirche sein 30-jähriges Bestehen, das eigentlich bereits 2020 gewesen wäre, aber pandemiebedingt verschoben werden musste.
Seither ist der Heimatverein mit Fleiß und Regelmäßigkeit im Geithainer Stadt- und Kulturleben präsent, so mit seinen monatlichen Vorträgen zu heimatgeschichtlichen Themen, mit Exkursionen, aber auch mit der Schriftenreihe „Vom Turm geschaut“.
„Das Ziel unserer Mitglieder war von Beginn an die Heimatpflege und die Förderung der Heimatverbundenheit der Einwohner Geithains und der umliegenden Orte“, sagt der Vereinsvorsitzende Bernd Richter. Wichtigste Aufgabe sei die Heimatforschung und das Öffentlichmachen dieser Recherchen.
Beispielhaft für den gesamten Heimatverein nannte Gabi Sporbert, die stellvertretend für den Oberbürgermeister Frank Rudolph ein Grußwort überbrachte die zwei Sparten bzw. Tätigkeitsfelder Heimatgeschichte und Traditionspflege, um das 30jährige Wirken seiner Mitglieder darzustellen und zu würdigen.
Für eine Stadt, eine Gemeinde sei es ein Juwel, Menschen, also Bürgerinnen und Bürger zu haben, die die Geschichte, das Leben der Menschen, der Gesellschaft, politische Ereignisse und vieles mehr zusammentragen, qualifiziert aufarbeiten und dokumentieren- auch für die, die nach uns kommen. Dies sei so wertvoll für uns alle.
Gemeint seien die laufenden Fortschreibungen der Jahreschronik mit dem Geschehen in Geithain und den Ortsteilen (B. Richter), die „Chroniken der Stadt Geithain“ (Dr. W. Reuter, Dr. G. Senf, B. Richter) sowie auch die Forschungen zur Geithainer Industriegeschichte (H.-J. Diederichs). Besonderer Bekanntheit und Beliebtheit erfreuen sich die 
Hefte des Geithainer Heimatvereins „Vom Turm geschaut“,
Die Vorstellung der neuesten Ausgabe, inzwischen Heft 18, gab es am 13. Oktober 2021.
So habe die identitätsstiftende Heimatgeschichte einen festen Platz im öffentlichen Bewusstsein der Geithainer, Dank des Wirkens und der Präsenz des Heimatvereins, betonte Gabi Sporbert.
Beim Thema Traditionspflege erinnere man sich auch an Hildegard Höhle, die Gründerin der Trachtengruppe. In historischer Kleidung haben diese Frauen, Männer und auch Kinder viele Jahre unsere Stadt nach innen und außen zu Veranstaltungen und Festen repräsentiert, so z. B. zum 2. Sächsischen Landeserntedankfest, das 1999 unter Anwesenheit von Kurt Biedenkopf, damaliger Ministerpräsident Sachsens in Geithain stattfand. So wurde der Heimatverein inzwischen auch über unsere Stadt hinaus bekannt und anerkannt. Dies bestätige sich z. B. auch dadurch, dass bereits mehrere Mitglieder mit dem Ehrenamtspreis des Landrates im Landkreis Leipzig ausgezeichnet wurden. Diese Anerkennung spreche für eine hohe Wertschätzung für den Heimatverein und seine Mitgliedschaft.
Im Namen des Oberbürgermeisters Frank Rudolph, des Stadtrates der Stadt Geithain gelte allen Aktiven und Mitgliedern im Heimatverein herzlicher Dank und besondere Wertschätzung für Mitwirkung und Arbeit im Verein.
„Sie sind ein Teil des Bildes und der Ausstrahlung unserer Stadt hier im ländlichen Sachsen“ , schloss Gabi Sporbert das Grußwort ab.
„Herzlichen Glückwunsch zum 30jährigen Jubiläum und nochmals vielen Dank.“
Aktuell zählt der Verein 38 Mitglieder. Das älteste ist Martin Zimmermann (95), das jüngste ist Marcel Gut (33). Dass der Verein auch Jüngere gewinnen kann, die die Tradition fortsetzen, davon ist Bernd Richter überzeugt.
Gabi Sporbert