Freibad Geithain OEWA André Kehrer 72dpiAm 5. September endete die Freibadsaison / Nach Geithain kamen knapp 12000 Besucher
Mit Petrus steht Uwe Krause in diesem Jahr ein wenig auf Kriegsfuß. Der Wettergott hat es viel zu selten gut gemeint mit den Wasserratten und Sonnenanbetern im Freibad Geithain. {Play}Nur 30 echte Sommertage mit über 26 Grad Lufttemperatur. 2020 waren das 43, 2018 und 2019 noch mehr. Am Ende der Saison wurden knapp 12000 Besucher gezählt, rund 3000 weniger als im Vorjahr. "Für die Wetterkapriolen und Corona-Pandemie ist das noch ganz ordentlich", sagt der Mitarbeiter der Veolia Wasser Bädergesellschaft Deutschland mbH im Freibad Geithain.
Am 5. September war Schluss. Nun wird wie jedes Jahr die Anlage in den Winterschlaf geschickt. Das dauert mindestens bis Ende September. Die gesamte Technik wird heruntergefahren, der Rasen noch einmal gemäht, die Hecke geschnitten, das Inventar eingelagert. All das ist Routine für die Kollegen, die sich schon heute auf die Saison 2022 im Freibad Geithain freuen. "Am schönsten ist es, wenn das Bad richtig voll ist", schwärmt Uwe Krause.
Das ist im August leider kaum vorgekommen. Der Monat durchwachsen, regnerisch, zu kühl. Knapp 2400 Gäste ließen sich trotzdem nicht abschrecken. Die meisten Gäste kamen im Juni ins Freibad Geithain, das Veolia im Auftrag der Stadt Geithain betreibt: Mit rund 5200 mehr als doppelt so viele wie im August. Rund 4200 sind es im Juli gewesen. Der besucherstärkste Tag war mit 674 Besuchern der 20. Juni.
Ein Steckenpferd von Uwe Krause sind seit eh und je die Schwimmkurse. 34 Mädchen und Jungen erteilte er in dieser Saison Schwimmunterricht. Ihre Seepferdchen- und Schwimmstufenprüfungen legten insgesamt 76 Kinder ab.
"Am meisten freuen wir uns, dass es keine Unfälle und größeren Verletzungen zu beklagen gab und sich die Gäste bei uns wohlgefühlt haben", fasst Uwe Krause zusammen, der sich bei allen Besuchern herzlich bedankt. Und vor allem bei denen, die seinem Kollegen Egbert Montag, der jetzt seinen Ruhestand genießt, einen wunderbaren Abschied bereitet haben. Dass der seinen Kompagnon Uwe Krause im Sommer 2022 im Freibad Geithain natürlich besuchen wird, versteht sich von selbst. "Wir konnten uns immer aufeinander verlassen. Das hat einfach gepasst", sagt Egbert Montag, der sich die täglichen Aufgaben mit Uwe Krause geteilt hat. Er ist für die Anlagentechnik zuständig gewesen. Das Wasser wird ständig umgewälzt - und das gebrauchte Wasser schließlich in einer eigenen Kläranlage gereinigt, bevor es in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgelangt.
Doch bis zur nächsten Saison wird nun erst einmal alles stillgelegt. Uwe Krause hofft, dass er sich 2022 wieder besser mit Petrus verträgt. An ihm, sagt er grinsend, soll es nicht liegen.  
 
Tina Stroisch
Leiterin Unternehmenskommunikation/Marketing