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Logo SachsenforstDer Forstbezirk Leipzig informiert: Weiterhin Gefahr durch Schadinsekten
Ausgehend von den Schäden durch das Orkantief Friederike, der langanhaltenden Dürre des vergangenen Jahres und des sehr warmen und trockenen Wetters in diesem Jahr entwickelte sich eine forstsanitäre Situation, wodurch vor allem an Fichten, Lärchen und Kiefern umfängliche Schäden durch Befall unterschiedlicher Schädlinge und oder Trockenheit entstanden sind. Zunehmend lassen sich witterungsbedingt auch Schäden an verschiedenen Laubhölzern beobachten. Beispielhaft seien hier die Rußrindenkrankheit an Ahorn und Trockenschäden in den Kronen der Buche und Eiche zu nennen. Derartig geschwächte Laubbäume werden zunehmend von Sekundärschädlingen befallen.

Es besteht Anlass zur Sorge, dass das Schadgeschehen 2020 weiter voranschreitet. Mit einer weiteren flächenhaften Ausbreitung der Schäden ist zu rechnen, worauf Sie als Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen jetzt reagieren sollten.

Maßnahmen, die Sie im Winter durchführen sollten:

  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über den aktuellen Zustand Ihrer Waldflächen. Dies sollten Sie im Abstand von 4-6 Wochen wiederholen, weil Befall/ Schäden teilweise erst in den nächsten Monaten sichtbar werden.
  • Prüfen Sie, wo umgehend gehandelt werden muss, z.B. zum Zweck der Verkehrssicherung/ Gefahrenabwehr.
  • Legen Sie eine Reihenfolge fest, wie Sie auf Ihren Waldflächen handeln wollen:
  • Waldschutzkontrollen (Schädlingserfassung),
  • Entnahme von mit rindenbrütenden Schädlingen befallene Bäume, einschließlich Aufarbeitung/ Beseitigung von bruttauglichem Restholz (über 7 cm Durchmesser) von der Schlagfläche,
  • Holztransport und Lagerung außerhalb des Waldes,
  • wenn nötig, aktive Maßnahmen zur Wiederbewaldung.

Befall mit Rindenbrütern wird meist durch Bohrlöcher in der Borke mit zum Teil vorhandenen Harztrichtern/ Bohrmehlauswurf sowie Spechteinhiebe angezeigt. Die Krone von Nadelbäumen ist dabei im Frühstadium fast immer noch benadelt und grün bzw. nur leicht verfärbt. Die Beräumung frischen Stehendbefalls sollte vor Beginn der Schwärmzeit der Käfer bis spätestens Ende März 2020 abgeschlossen sein. Rindenfreie Bäume, aus denen die Käfer bereits ausgeflogen sind, können auch stehen bleiben, sofern die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt wird.

Da die händische Aufarbeitung von großen Schadholzmengen ein hohes Unfallrisiko darstellt und entsprechende Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie das unbedingte Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung voraussetzt, sollten Sie prüfen, ob Sie Ihre vorgesehenen Maßnahmen ggf. mit weiteren Waldbesitzern zwecks Inanspruchnahme eines Forstunternehmers abstimmen. Neben Forstbetriebsgemeinschaften (FBG Grimma; FBG Mulde-, Striegis-, Jahnatal) unterstützen Sie gerne die zuständigen Revierleiter vom Forstbezirk Leipzig:

Revier Döbeln

Herr Tenzler

03 43 81 / 55 413

01 70 / 92 23 847

Revier Hubertusburg

Herr Zetzsche

03 43 64 / 88 46 15

01 73/ 35 41 165

Revier Leipzig-Ost

Herr Dietel

03 41 / 86 08 013

01 70 / 92 23 846

Revier Muldental-Kohrener Land

Herr Hecht

03 43 81 / 55 418

01 74 / 30 51 536

Revier Neuseenland

Herr Hering

03 41 / 86 08 051

01 72 / 37 56 133

Bei forstrechtlichen Fragen oder Fragen zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln stehen Ihnen die Unteren Forstbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte zur Verfügung.

Andreas Padberg

Leiter Forstbezirk Leipzig


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