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Storchennest Foto J.Frank Frankenhain 2018...ist das beste Ergebnis seit 42 Jahren
Mit 21 ausgeflogenen Jungstörchen zählt das Jahr 2018 (gemeinsam mit dem Jahr 1998), trotz eines Jahrhundertsommers, zu dem besten Jahr in der Geithainer Storchengeschichte. Demnach haben 9 Brutpaare im „Kreis Geithain“ im Durchschnitt 2,3 Junge großgezogen. Damit sich ein Bestand hält bzw. entwickeln kann, benötigt es einen Durchschnittswert von mind. 2 Jungen je Brutpaar. Dieser Wert wurde in den vergangenen 42 Jahren nur 13mal erreicht und somit ist sein Bestand weiterhin besorgniserregend.
Das Wetter war mit ausschlaggebend für diesen Bruterfolg, da Hitze dem Weißstorch nichts ausmacht. Die Ernte begann 2-3 Wochen früher, so dass Nahrung für den Nachwuchs in ausreichendem Maße vorhanden war. Erfreulicherweise blieb der „Kreis Geithain“ von Unwettern verschont. Aus diesem Grund gab es in diesem Jahr keine Wetteropfer (was immerhin 50 % aller Todesursachen ausmacht).
2013 beispielsweise gab es von 9 Brutpaaren nur 2 Junge, die anderen sind alle durch Schlechtwetter ums Leben gekommen.
Erfreulicherweise gab es in diesem Jahr mal wieder eine erfolgreiche 4er Brut (Syhra). Der letzte Nachweis einer 4er Brut liegt 14 Jahre zurück und stammte aus Nauenhain. Jeweils 3 Jungstörche flogen in Frohburg, Prießnitz, Geithain-Mosterei und in Niedergräfenhain aus. In Jahnshain und Geithain-Altdorf gab es je 2 und bei der Neuansiedlung in Frauendorf einen Jungstorch. Frankenhain blieb leider ohne Erfolg. Warum dieses Paar, welches sich mehrere Wochen hier aufhielt, nicht einmal ein Ei gelegt hat, lässt sich nicht erklären und wäre rein spekulativ. Sicher ist nur, dass es sich hier um ein neues Männchen handelte, da das Männchen aus dem Vorjahr tödlich verunglückte.
Unter den 18 Brutstörchen waren auch wieder 3 beringte. Zwei von ihnen sind bereits alte Bekannte und stammen aus Penna bei Rochlitz (Brutvogel in Syhra), der andere aus dem Kreis Bautzen (Brutvogel in Niedergräfenhain). Interessant ist die Neuansiedlung in Frauendorf. Dieses Männchen ist 4 Jahre alt und stammt aus dem Nachbarort Prießnitz. Demnach siedelte sich dieser Storch 2 km von seinem Geburtsort entfernt an.
Sofern es möglich war, wurden auch in diesem Jahr wieder nestjunge Störche beringt (11), in der Hoffnung, später wieder etwas von ihnen zu hören.
Ein besonderer Dank gilt daher den Herren J. Spörl und St. Müller sowie den Kameraden der FFW Geithain.
 
J. Frank

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