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Gartenanlage Alte Heimat Rueckbau kleiner Foto Andreas Raetsch2020Ehemals befand sich im Bereich der Gartenanlage Alte Heimat der sogenannte Baderteich. Dieser erstreckte sich von der Dammmühle bis weit in das heutige Stadiongelände und wurde im Jahr 1867 trockengelegt. Anschließend dienten die kommunalen Teilflächen den meist Ärmsten der Geithainer Bevölkerung zum Gemüseanbau, welches insbesondere nach den beiden Weltkriegen zur Lebensmittelversorgung für viele Haushalte der Kernstadt auch unerlässlich war. Zu Zeiten der DDR stand mit der Gründung des Kleingartenvereins Alte Heimat weiterhin der Anbau von Nutzpflanzen im Mittelpunkt, jedoch blühten auch immer mehr Blumen, Sträucher und „Datschen“ auf.

Nach der Wende 1989, den beiden Hochwasser der Eula im Jahr 2002 und 2013 sowie durch den generellen Rückgang des Kleingartenwesens verlor das Gelände jedoch erheblich an Attraktivität und verwilderte Kleingartenflächen prägten das Gesamterscheinungsbild.

Der jetzt mit der Landestalsperrenverwaltung gemeinsam durchgeführte Rückbau der Gartenanlage erstreckt sich auf einer Länge von ca. 400 Meter und einer maximalen Breite von ca. 100 Meter.

Mit diesem ersten baulichen Schritt wird auch den Forderungen des Hochwasserschutzmaßnahmenkonzeptes zur Eula aus dem Jahr 2004 nachgekommen, die im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz im Bereich Sportplatz und Dammmühle die mögliche Rücknahme der naturfernen Uferbefestigungen und Bebauungen gefordert hatte. Nach der noch offenen Eula-Umverlegung durch die Landestalsperrenverwaltung soll das Gewässerumfeld der Eula zukünftig so bewirtschaftet werden, dass unter anderem ein guter ökologischer Zustand und eine gute Durchgängigkeit erreicht wird. 

Gleichfalls kommt die Neugestaltung des Areals aber auch der Geithainer Bevölkerung zu Gute, die durch den bereits vorhandenen Fußweg an die neu gestalteten naturnahen Biotopflächen herangeführt werden soll. In den direkten Gewässerrandbereichen seitlich bis 35 Meter des Bachlaufes sind dazu noch bis Oktober 2020 geplant, entsprechende naturnahe Blütenwiesen anzulegen. Diese werden übergehend zu den Radbereichen der alten Gartenanlage zuerst mit einer Strauchbepflanzung aus kleineren und größeren Sträuchern sowie weiterführend mit zusätzlichen Baumbepflanzungen ergänzt. 

Artikel: Andreas Rätsch, 2020


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