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Unterirdische Gänge

Eingang:
Vor dem Pfarrhof

Ansprechpartner:

Fremdenverkehrsamt Geithain
Markt 11
04643 Geithain

Telefon:
03 43 41 - 4 46 02
oder
03 43 41 - 4 44 03

Fax:
03 43 41 - 4 59 95
Öffnungszeiten:
immer Samstags 14-17 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene 3 €
ermäßigt 1,50 €

Gruppen ab 10 Personen
Erwachsene 2,50 €
ermäßigt 1,25 €

Internet:
www.geithain.de

e-mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Die Gesamtlänge der Gänge unter dem Geithainer Kirchberg beträgt 1100m, davon sind 412 m begehbar. Auf Wunsch sind Führungen durch die Gänge möglich. Anmeldungen von Gruppen ab 10 Personen nimmt das Fremdenverkehrsamt der Stadt Geithain gerne entgegen.

Höhleranlage Geithain

Man nimmt an, dass in der bewegten Zeit vor der Stadtgründung, die Anfänge des allmählichen Ausbaues des unterirdischen Gangsystems liegen. Genaue Jahreszahlen sind nicht überliefert. Die zum Teil niedrigen Gänge haben von ihrer Entstehung an, als Flucht- und Vorratsräume gedient. Die meisten dieser unterirdischen Räume waren nicht, wie man denkt miteinander verbunden, sondern einzelne Gänge, Keller und Nischen. Erst im Laufe der Zeit, nach jahrzehntelanger Nutzung, wurden die Gänge mehr und mehr miteinander verbunden und allmählich vergrößert.
Der unter dem Zollhaus gelegene Gang ist mit Sicherheit der geschichtlich interessanteste Teil der Höhleranlage Geithains, da dieser Gang unter der Stadtmauer hindurch in das Stadtinnere führt und bei Stadtbelagerungen als Ausfall gedient hat.

Die Geithainer HöhlerFür die Nutzer der Hohler als Keller sind die vorteilhaften klimatischen Bedingungen ideal. Dieses in der früheren Zeit um so mehr, als es ja noch keine Kühlschränke gab. Denn während des Sommerhalbjahres herrscht in den Hohlräumen eine konstante Temperatur von rund 12 Grad, im Winter ist sie ebenfalls gleich bleibend bei etwa 6 bis 7 Grad.

Auf Vorschlag des Geithainer Heimatvereins e. V. hat sich die Stadtverwaltung Geithain entschlossen, die unterirdischen Hohlräume zu erhalten und einer musealen und stadtgeschichtlichen Nutzung zuzuführen. Aber zunächst wurde im Auftrag der Geithainer Stadtverwaltung von der Bergsicherung GmbH Leipzig 1991 die Erfassung der unterirdischen Hohlräume im Stadtgebiet durchgeführt und dokumentiert.

Was die zu erledigenden Arbeiten anbelangt, so ist aus bergtechnischen Gründen die Reihenfolge der Wichtigkeit des Vorhabens zu beachten gewesen. Eine Gefährdung der Oberfläche und der Bebauung musste ausgeschlossen werden. Erst danach stand richtigerweise die Erhaltung der unterirdischen Hohlräume an.

Die Bergsicherung Leipzig hat in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Geithain, einen geschlossenen Rundgang in den unterirdischen Gängen unter dem Kirchberg und dem Zollhaus hergestellt, die an Samstagen oder nach Voranmeldung begehbar sind.

 
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